Kursgebühren

Warum nehme ich für meine Kurse eine Gebühr?

Das werde ich immer wieder gefragt. Die Antwort ist einfach: Weil es nicht anders geht.
Für jeden Kurs entstehen bei mir Kosten und Aufwände. Diese müssen irgendwie finanziert werden. Da ich kein Gehalt von Stampin‘ Up! bekomme, geht das nur über Kursgebühren.

Ich berechne eine Kursgebühr von ca. 15 – 25 EUR (brutto) pro Teilnehmer. Diese variiert je nach Projekt und Teilnehmerzahl.
Kalkuliert ist dieser Preis für eine Mindestteilnehmerzahl von 3  bis maximal 6 Personen bei einer Kurs-Dauer von ca. 3 Stunden.

Kostenrechnung

Da ich selbständig bin und ein Gewerbe angemeldet habe, muss ich entsprechend kalkulieren, um nicht am Ende drauf zu zahlen. Viele kennen sich damit nicht aus, daher erkläre ich das an dieser Stelle noch mal etwas ausführlicher.

Oft rechnen Kursteilnehmerinnen aus, was sie an Material im Kurs verbraucht haben. Sie sind dann enttäuscht, wenn sie die Kursgebühr dagegen rechnen, weil es mehr ist.
Aber warum ist es mehr als nur das pro Person verbrauchte Material? Ganz einfach: Weil noch viel viel mehr Kosten für mich anfallen als nur die für das Material!

Damit ihr es besser versteht, möchte ich auf dieser Seite etwas Aufklärung betreiben, was so alles in dieser ominösen „Kursgebühr“ steckt.

Folgende Kosten fallen für jeden Workshop an:

  • Verbrauchs-Material pro Person für die gebastelten Projekte (Papier, Bänder, Dekorationsartikel, etc.)
  • Verbrauchs-Material pro Kurs (Kleber, Stempelfarben, etc.) (Ich muss bspw. viel häufiger Stempelfarbe nachkaufen als wenn ich nur für mich privat basteln würde! Ich muss auch Schneideklingen, Big Shot-Stanzplatten etc. regelmäßig nachkaufen, weil sie durch die Kurse stärker abgenutzt sind.)
  • Abnutzung der Werkzeuge (Stanzen, Stempel, Scheren etc.)
  • Für Schäden komme ich persönlich auf (Sehr oft ist nach dem Kurs etwas kaputt. Stempelkissen sind verfärbt oder ausgetrocknet, Stanzen zerbrochen etc.)
  • Bastelunterlagen, Bestellformulare, Flyer, Kataloge, Einladungskarten, Anleitungen (Das muss ich alles privat bezahlen, auch das bekomme ich nicht von SU gestellt.)
  • Material für Muster-Karten und -Verpackungen (Damit zeige ich euch weitere Anwendungsbeispiele für neue Produkte.)
  • Versandkosten (bei Workshop-Bestellungen zahle ich euch die Versandkosten aus meiner Tasche)
  • Getränke und Verpflegung (Findet der Kurs bei einer Gastgeberin statt, erhält sie dafür eine entsprechende Entlohnung, den „Gastgeberinnen-Freibetrag“.)
  • Benzinkosten für die Anreise
  • Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer (Als Demo muss man ein Gewerbe anmelden. Ich bin umsatzsteuerpflichtig. Vom Kursbetrag gehen 19% MwSt ab!)
  • Geschenke für die Gäste und die Gastgeberin (natürlich nicht in der Kursgebühr einkalkuliert, nur zur Info)
  • Bei großen Gruppen Bezahlung/Geschenk für meine Helfer

Folgende nicht materiellen Aufwände fallen für jeden Workshop an (= meine Arbeitszeit):

  • Vorbereitungszeit (Bestellung Material, Testen neuer Materialien und Techniken, Schreiben von Anleitungen, Vorbereitung der Projekte, Abstimmung mit der Gastgeberin, Erstellen von Mustern, Basteln der Gastgeschenke, Packen der Workshop-Utensilien, Anreise, ggf. Kuchen backen)
  • Abhalten des Kurses (1 Stunde Aufbau, 3 Stunden Kurs, 1 Stunde Abbau)
  • Nachbereitung (Aufräumen, Bearbeitung der Bestellungen, Buchhaltung, ggf. Umtausch/Reklamation, weitere Beratung)

Ich habe mal ausgerechnet, dass ich in etwa auf 15 Stunden Aufwand pro Kurs komme, der Großteil davon ist die Vorbereitung.

Einnahmen dagegen

Um alle diese Kosten und Ausgaben zu decken, nehme ich 15-25 Euro von Euch. Ich finde, das ist ein sehr fairer Preis. (Schaut mal im Programm bei eurer VHS rein. Die Kurse kosten da, zumindest hier im Umkreis, mehr. Und da ist meist noch kein Material in der Kursgebühr enthalten! Und es sind auch nicht so kleine Gruppen mit individueller Betreuung.) Mit der Gebühr decke ich nur knapp meine Auslagen. Die Zeit, die ich persönlich investiere, ist damit nicht vergütet. Ich mache das, weil es mir Freude macht, mit euch zu basteln. Bitte vergesst das nie.

Vorteile für euch bei einem kostenpflichtigen Kurs

  • Es besteht kein Kaufzwang (Gerade für Anfänger gut, die die Produkte erst einmal unverbindlich kennen lernen wollen.)
  • Es ist ein „Kurs“, im Sinne einer Weiterbildung. Ihr lernt bei mir Techniken, die ihr später alleine weiter anwenden könnt. Sprich, ihr bekommt eine Dienstleistung!
  • Es ist keine tröge Verkaufs-Show wie bspw. die von dem Hersteller mit den berühmten Plastik-Schüsselchen!
  • Ihr seid hier selbst aktiv, lernt neue Produkte und Techniken kennen.
  • Ihr könnt Produkte testen, die ihr selbst (noch) nicht besitzt.
  • Ihr proftiert von meiner langjährigen Erfahrung, nehmt jede Menge Tipps & Tricks mit, die ihr bei keiner Anleitung im Netz findet.
  • Ihr habt einen persönlichen Ansprechpartner, Beratung und Betreuung auch beim und nach dem Kauf. Ich stehe euch auch nach dem Kurs weiterhin für Fragen oder bei Problemen zur Verfügung.
  • Kursteilnehmer bekommen von mir exklusive Anleitungen, die ich nicht ins Internet stelle. (Auf meinem Blog gibt es für Kunden einen VIP-Bereich!)
  • Ihr bekommt bei jedem meiner Kurse ein Gastgeschenk! (Als Danke, aber auch als Idee/Vorlage für euch zum Nachmachen.)

 

Dann sind da noch die Gerüchte, die kursieren und die ich auch gerne mal aufklären möchte.

Falsche Annahmen

  • Nein, ich bekomme kein Gehalt von Stampin‘ Up!
  • Nein, ich bekomme kein Material oder Werkzeuge von Stampin‘ Up! als Demo geschenkt oder für Workshops zur Verfügung gestellt. Das kaufe ich alles von meinem privaten Geld und ist mein privates Eigentum.
  • Es gibt keinen Bestellwert, bei dem Stampin‘ Up! die Versandkosten übernimmt. Es fallen immer 5,95 Euro dafür an. Egal, ob man viel bestellt, ob es ein Workshop, eine Sammelbestellung oder eine Einzelbestellung ist, ob man als Demo oder als Kunde bestellt – das ist immer gleich.
  • Nein, ich bin nicht gegen Schäden versichert. (Das wäre sehr teuer.)
  • Nein, ich verdiene mir keine goldene Nase an der Provision, wenn ihr etwas bei mir bestellt. Leider. 😉
  • Alleine mit der Provision ist der Aufwand nicht zu decken, zumal es durchaus Kurse gibt, bei denen kaum etwas bestellt wird (gerade bei Anfängern).

Ich muss allerdings einen Mindestumsatz pro Quartal nachweisen, damit ich weiterhin als Demo arbeiten kann. Also bitte seid fair, bestellt die Ware auch bei mir, nicht auf ebay, sonst kann ich bald keine Kurse mehr geben.