Mischstift und Wassertankpinsel im Test

Das Gelbe vom Ei

Die Karte, die ihr hier seht, ist ganz schnell gemacht und bekommt durch den Aquarell-Hintergrund einen tollen Wow-Effekt.

Wie ich dazu gekommen bin war durch eine Frage, die ich mir schon länger gestellt hatte: Was ist eigentlich genau der Unterschied zwischen den Aqua Paintern (Wassertankpinseln) und den Mischstiften von Stampin‘ Up? Wie unterscheiden sich die Ergebnisse voneinander, wenn ich mal das eine und mal das andere Tool einsetze? Denn vom Prinzip her sollten sie ja ähnlich funktionieren. Man trägt Farbe auf und verwischt sie damit, um so Farbverläufe zu bekommen.

Also habe ich eine Feldstudie gemacht und beide Werkzeuge getestet. Herausgekommen ist zum einen ein kleines Video, bei dem ihr live beobachten könnt wie ich die Tests durchgeführt habe: (Falls du das Video hier auf deinem Endgerät nicht siehst, klick mal hier.)

Auf den folgenden Fotos seht ihr wie sich die Farbverläufe unterscheiden, wenn man sie mal mit dem Mischstift verwischt und mal mit dem Wassertankpinsel.
Dazu habe ich vorher mit den neuen Stampin Up Auqarellstiften farbige Streifen auf Seidenglanzpapier gemalt. Schaut mal, was heraus gekommen ist:

1) Mischstift
Damit verlaufen die Farben nicht ineinander und es bleibt etwas streifig. Auch die Ränder werden nicht richtig „weich“. Schön ist es trotzdem. 😉

2) Wassertankpinsel (Aqua Painter)
Hiermit kann man mehr Wasser auftragen und die Farben verlaufen dadurch stärker, was einen schönen Aquarell-Effekt ergibt.

Wassertankpinsel

Für Hintergründe ist der Wassertankpinsel mein Favorit. Es gibt zwei verschiedene in der Packung. Nehmt dafür den mit der breiteren Spitze.

Auf den Hintergrund könnt ihr nun stempeln, embossen oder ausgestanzte Elemente aufkleben. Ganz nach Lust und Laune. Ich habe neben der Karte mit dem Huhn noch eine weitere mit einem ausgestanzten Schmetterling darauf gemacht. Mit etwas Goldfaden dahinter. Die gefällt mir auch sehr gut.

schmetterlingkarte

In meinem Video habe ich noch ein kleineres, gestempeltes Motiv ausgemalt, um auch dabei den Unterschied beim Ausmalen mit Mischstift und Wassertankpinsel zu testen. Mein Eindruck dabei war, dass ich auch beim Ausmalen des Motivs bessere Ergebnisse mit dem Wassertankpinsel erreicht habe und es einfacher und angenehmer beim Auftragen fand. Man kann steuern wie viel Wasser man auftragen möchte, was man beim Mischstift nicht kann. Mit dem Wassertankpinsel bekommt man weichere Verläufe. Allerdings kann es damit passieren, dass man das Papier zu nass macht und es sich wellt. Man sollte daher immer spezielles Auqarell-Papier oder Seidenglanzpapier verwenden.

Fazit: Mein Testsieger ist der Wassertankpinsel (Aqua Painter). Man hat mehr Möglichkeiten, auch Hintergründe damit zu gestalten. Und die Farbe lässt sich damit leicht verteilen.
Allerdings sind die Pinsel auch einiges teuerer als die Mischstifte. Wer nicht so viel ausgeben und mehr kleinere Motive ausmalen möchte, ist mit den Mischstiften sicher auch gut beraten.

Wo ihr die Tools findet? Im Jahreskatalog auf Seite 180 oder im Online-Shop:

Aqua Painter

Testen könnt ihr das alles bei einem meiner Workshops. Am 18.02.2017 ist noch ein Platz frei! Hier geht es zur Anmeldung: http://nicoles-kartenwerkstatt.de/workshop-karten-kolorieren-mit-den-neuen-aquarell-stiften/

Falls ihr auch schon Erfahrungen mit dem ein oder anderen Kolorations-Werkzeug gemacht habt, schreibt mir doch mal einen Kommentar dazu unter diesen Artikel. Es würde mich wirklich interessieren. Vielleicht gibt es ja auch noch etwas, wozu der Mischstift besser geeignet ist. Ich freue mich über einen Austausch mit euch!

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Tipp zur Papier-Reste-Verwertung

Collagen-Karten

Gerade saß ich an meinem Basteltisch und vor mir lag ein Haufen mit Designerpapier-Schnipseln, die vom Weihnachtsbasteln übrig geblieben sind. Das hübsche Papier wegzuwerfen war mir einfach zu schade. Irgendetwas muss man daraus doch noch machen können! Also habe ich gegrübelt und da kam mir eine Karte in den Sinn, die ich gerade bei einem  „Match the Sketch“ gesehen habe. Es ist eine Kollage aus verschiedenen Designerpapier-Stückchen. Perfekt! Das ist es!

Also frisch ans Werk! Für die Karte habe ich Cardstock in Glutrot zwei mal in 9,2 x 4,7 cm und zwei mal in 4,6 x 4,7 cm zurecht geschnitten. Das sind die kleinen Rahmen für die Designerpapier-Stückchen. Diese habe ich dann je 0,5 cm kleiner ausgeschnitten, also zwei mal 8,7 x 4,2 cm und zwei mal 4,1 x 4,2 cm. Herausgekommen ist diese Basiskarte:

papierreste-karte

Die Karte habe ich dann noch mit zwei Lebkuchenmännchen verziert und einen Spruch darunter geklebt, den ich mir aus dem Hintergrundstempel „Weihnachtspotpourri“ ausgeschnitten habe.

Lebkuchenmännchen-Karte

Diese Karten zu werkeln geht ganz einfach und macht sehr viel Spaß! Daher verschwinde ich nun auch ganz schnell wieder an meinem Basteltisch, um noch die restlichen Schnipsel zu verwerten, bevor sie dem Staubsauger womöglich zum Opfer fallen…

Habt eine schöne Woche!
nicole-175

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